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Projekte am Pädagogium » Peruprojekt am Pädagogium Baden-Baden
Langfristiges Engagement Das Ziel unseres Peruprojektes am Pädagogium Baden-Baden ist, langfristig bedürftigen und notleidenden Kindern in den Elendsvierteln von Lima zu helfen. Wir, die Schüler vom Pädagogium Baden-Baden, wollen uns für Kinder einsetzen, denen es nicht so gut geht wie uns - die im Leben nicht so viel Glück gehabt haben wie wir. Wir wollen dankbar dafür sein, dass wir nicht hungern müssen, ein Dach über dem Kopf haben und unsere Schule besuchen zu dürfen. Nach unserem christlichen Grundverständnis ist es eine moralische und ethnische Pflicht Menschen zu helfen, die in Armut leben - die bedürftig sind. Die Kinderspeisung Lima ist eine Institution, die jeden Morgen ca. 12.000 Kindern ein Frühstück ermöglicht. Wir können mit einem relativen geringen Beitrag im Monat schon dafür sorgen, dass eine bestimmte Anzahl von Kindern ein Frühstück erhält. Für die Kinder in den Elendsvierteln von Lima ist dieses Frühstück oft die einzige Möglichkeit regelmäßig eine Mahlzeit einzunehmen. Das Peruprojekt am Pädagogium Baden-Baden hat im Jahr 2002 ihren Ursprung gehabt. Seit diesem Jahr spenden Schüler unserer Schule für die Kinderspeisung Lima. Bis zum heutigen Tage ist zwischen den Kindern in Lima, dem Kinderwerk Lima und dem Pädagogium eine Vertrauensbasis entstanden. Die Kinder in Peru verlassen sich nun auf uns, wir stehen jetzt und in Zukunft in der Verantwortung dieses Vertrauen aufrecht zu erhalten. Die Kirchenlehrerin Katharina von Siena hat dazu einmal passend gesagt: Peruprojekt - Historie
Es bleibt jedoch nicht bei diesem Euro im Monat - seit der 7. Klasse initiiert die heutige Klasse 12a einen Weihnachtsgebäckverkauf vor den Weihnachtsferien und einen Rosenverkauf am Valentinstag. Das Peruprojekt war spätestens zu diesem Zeitpunkt nun schulweit bekannt. Im Jahr 2005 schrieb der Rotary Club Baden-Baden/Rastatt einen Wettbewerb aus. Gesucht: "Die gute Tat von Schülerinnen und Schülern in Baden-Baden und im Stadt- und Landkreis Rastatt." An diesem Wettbewerb nahm Adrian Sonder stellvertretend für seine ganze Klasse teil. Nach monatelangem Warten wurde dann bei der Preisverleihung bekannt gegeben, dass sie 1500 Euro für ihr Peru-Engagement erhält. Die damalige 10a war sich mehrheitlich einig, dass dieses Geld am Sinnvollsten verwendet würde, wenn es den Kindern in den Elendsvierteln von Lima zu Gute käme. Diese Auszeichnung ist eine Anerkennung für die Leistung und den Einsatz der engagierten Schülerinnen und Schüler, die sich für das Peruprojekt einsetzen. Ein Jahr später wird das Peruprojekt ein Schulprojekt, an dem sich ab jetzt auch mehrere Klassen beteiligen. Von nun an zeigen sich Carolin Höll und Adrian Sonder, die beide in einer Klasse sind, für das Projekt verantwortlich. Im Sommer 2006 besuchte Adrian Sonder mit seinen Eltern Peru. Eine Reisestation war natürlich auch die Hauptstadt Lima. Dort besuchte er neben einer Schule des Kinderwerkes Lima auch die Kinderspeisung Lima, das das Pädagogium seit Jahren unterstützt. Aus diesem Grund hielt Adrian Sonder im November 2006 einen Vortrag (für alle Klassenstufen) über die Kinderspeisung Lima, und natürlich über seine Eindrücke und Erfahrungen, die er in Lima und Peru gemacht hat. Im Schuljahr 2005/2006 nahmen sieben Klassen am Peruprojekt teil, im Schuljahr 2006/2007 waren es neun und im Schuljahr 2007/2008 dreizehn. Die jeweiligen Klassen spenden entweder monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder ganzjährlich. Ein weiterer Höhepunkt des Peruprojektes war der Besuch der peruanischen Musikgruppe ALLPA YURAQ am 25.09.2007. Eine Ehre war es uns außerdem, dass der Missionsleiter Immanuel Kögeler und andere Mitarbeiter des Kinderwerkes Lima anwesend waren. Eine rundum gelungene Veranstaltung, bei der die Schülerinnen/Schüler der Unterstufe ihren Spaß hatten. Am Tag der Offenen Tür 2008 stellte sich das Peruprojekt zum ersten Mal vor. Es wurde dafür eine Stellwand mit drei großen Plakaten, auf denen Bilder von Veranstaltungen zu sehen waren, aufgestellt. Außerdem hatten wir auch Flyer und Infohefte zum Verteilen.
Das Kinderwerk Lima e.V. wurde im Jahre 1968 von einem Kreis motivierter Christen in Heidenheim gegründet. Ausgangspunkt für die Gründung war ein Vortrag Dr. Moros, damals Feldleiter der Schweizer Indianermission in Peru, zum Thema Armut und Landflucht in Peru, vor allem in Lima. Die peruanische Regierung stellte dem Kinderwerk Lima auf Bitten von Dr. Moro ein Grundstück in "El Agustino", einem Elendsgebiet von Lima, zur Verfügung. Auf diesem Gelände ist 1969 ein Kindergarten mit 30 Plätzen eingerichtet worden. Anschließend entstand die Johannes-Gutenberg Schule, die heute von ca. 1.550 Schülern besucht wird. In Peru umfasst die Schulausbildung 11 Jahre. Das Kinderwerk Lima bietet den Schülern in den letzten drei Schuljahren eine fachspezifische Ausbildung in einem Beruf an. In der Schule sowie im Kindergarten erhalten die Kinder Verpflegung. Zusätzlich haben sie mit ihren Eltern kostenlosen Zugang zur hauseigenen Arzt- und Zahnarztpraxis. Die medizinische Behandlung kommt aber auch den 240 Mitarbeitern zu Gute. Außerhalb des Schulbetriebs kümmern sich sieben Schulpastoren, Sozialarbeiter und Psychologen um das Wohl der Familien. Für sie werden zusätzlich Seminare angeboten und bei Bedarf mit ihnen Gespräche geführt. Ein weiteres Standbein des Kinderwerkes Lima e.V. ist die Kinderspeisung Lima. Durch sie bekommen ca. 11.500 Kinder im Alter von drei bis acht Jahren von Montag bis Freitag ein Frühstück. Es wird an einer Zentralstelle zubereitet und besteht aus einem warmen Becher Milch und einem Vollkornbrötchen. 12 Mitarbeiter und ca. 600 ehrenamtliche Helfer sorgen an 130 Verteilstellen für einen reibungslosen Ablauf. Ein Frühstück kostet ca. 13 Cent. Für viele dieser Kinder ist dieses Frühstück die einzige Mahlzeit am Tag. In Lima und Asunción, der anderen Zweigstelle des Kinderwerkes Lima (Schule und Kindergarten für ca. 1.450 Kinder, gegründet: 1988), unterhält das Kinderwerk Lima Schulzentren und drei Kindertagesstätten für 3.400 Kinder im Alter zwischen drei und siebzehn Jahren. Das Kinderwerk Lima e.V. finanziert sich durch Patenschaften und Spenden - 80% aus Deutschland und 20% aus der Schweiz. |
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