Grundschule Internats- und Ganztagesschulen Staatlich anerkannt Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes |
||||||||||||
Dezember 2009
"Who dunnit?" ist die klassische Frage in den Kriminalstücken von Agatha Christie. Auch in dem bekannten Stück "the Moustrap", das seit mehr als 50 Jahren in London äußerst erfolgreich aufgeführt wird, geht es um die Frage, wer der Täter ist. In der neu eröffneten Pension "Monkswell Manor Guesthouse" treffen sich allerlei mysteriöse Personen. Es ist mitten im Winter, die Straßen sind blockiert und man hört von einem Mord in London. So bereitet zunächst Mollie Ralston, hervorragend gespielt von Aylin Aydin, alles auf die erwarteten Gäste vor. Ihr Gatte Giles, überzeugend dargestellt von Oliver Bartsch, geht ihr dabei mehr oder wenig willig zur Hand, denn dickes Schneetreiben erschwert die Vorbereitungen. Trotz der winterlichen Widrigkeiten treffen nach und nach die illustren Gäste ein. Zunächst ein junger Architekturstudent, der sich bezeichnenderweise Christopher Wren nennt. Dessen vielschichtigen Charakter, vom selbstbewussten Hansdampf in allen Gassen bis zum niedergeschlagenen jungen Mann, dem das Leben übel mitspielt, gibt Nono Weinzierl in überzeugender Manier. Es folgt Mrs Boyle, eine Lady aus der "Upper Class", die sich von Beginn an über die Zustände im Hause Ralson mokiert. Mit ihrem großartigen britischen Akzent geht Marie Chabert in dieser Rolle vollständig auf und gibt ihr einen gewissen "touch of class". Major Metcalf, der Mrs Boyle bei der Anreise begleitet, wird mit seinem imperialen Habitus brilliant von Jörn Hofmann dargestellt. Wenn er auftritt, der Queen zur Melodie von "Rule Britannia" salutiert, weht ein Hauch des British Empire durch den Saal. Als nächstes erscheint die geheimnisvolle Mrs Casewell, perfekt gespielt von Tatjana Friedmann, in der Pension, die ihre politische Gesinnung als "pale pink" bezeichnet und keinen Hehl aus ihrer Abneigung gegenüber Mrs Boyle macht. Ein weiterer mysteriöser Gast bittet um Einlass. Ein gewisser Paravicini, der unangemeldet erscheint, ist der "man of mystery". Niemand weiß wer er ist und woher er kommt und er selbst mag auch so recht keine Auskunft geben. Diesen geheimnisvollen Mann verkörpert Felix Neubauer mit großer Nonchalance, dem man dessen geheimnisvolle Art sofort abnimmt. Den Reigen der Gäste komplettiert Sergeant Detective Trotter, der die versammelte Schar darauf hinweist, dass sie sich an einem Ort befindet, den sich der Mörder in London als nächsten Tatort ausgesucht hat. Er soll mit seinem Verdacht recht behalten und es kommt zu einem zweiten Mord. An Sergeant Trotter liegt es nun den Täter zu finden. Konstantin Ries gibt den Sergeant mit Kraft und Leidenschaft. Er gibt dem zweiten Akt Tempo und Spannung. Nach etlichen Verhören und Überlegungen findet sich zu guter Letzt der Täter. Dieses Kriminalstück wurde von Nono Weinzierl als Regisseur und Bühnenbildner tempo- und abwechslungsreich in Szene gesetzt, mit vielen liebevollen Details versehen und mit großer Energie zur Aufführung gebracht. Unterstützt wurde er von Lars Willumsen, der mit akribischer Kleinarbeit für Sound- und Lichteffekte sorgte. Frenetischer Applaus am Ende der Vorstellung war der Lohn für die Schauspieler für ihre intensiven und langen Proben, die von den Englischlehrern Wolfram Schindler und Uwe Bissinger begleitet und betreut wurden.
|
||||||||||||