Grundschule Internats- und Ganztagesschulen Staatlich anerkannt Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes |
||||||||||||
Baden-Baden (mb) - Das im Koalitionsvertrag von CDU und FDP vor fünf Jahren formulierte Ziel, bis zum Ende der Legislaturperiode den Kostendeckungsgrad für Schulen in freier Trägerschaft auf 80 Prozent anzuheben, ist nicht erreicht worden. Das räumte CDU-Fraktionschef Peter Hauk beim Aktionstag "Bildungs-Vielfalt 2011" in Stuttgart ein, zu dem die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen Baden-Württemberg (AGFS) geladen hatte. Neben einer» bunten Programm, mit dem sich die freien Schulen laut Mitteilung vor rund 4000 Besuchern präsentierten, gab es eine Podiumsdiskussion, an der sich Hauk, die bildungs- und frauenpolitische Sprecherin der FDP, Birgit Arnold, Grünen-Spitzenkandidat Winfried Kretschmann sowie der bildungspolitische Sprecher der SPD, Frank Mentrup, beteiligten. Im Dialog mit dem AGFS-Vorsitzenden Andreas Büchler, Schulleiter und -träger' des Pädagogiums in Baden-Baden, legten die Vertreter der vier Landtagsfraktionen ihre Positionen dar. Dabei kündigten Hauk und Arnold an, nach einer Lösung suchen zu wollen, um die Kostendeckung von 80 Prozent pro Schüler zu ermöglichen, wenngleich nach Angaben des Kultusministeriums dafür rund 500 Millionen Euro erforderlich seien. Wie Büchler im BT-Gespräch erklärte, erstattet das Land derzeit im Schnitt 70,5 Prozent der Kosten für einen Schüler an einer freien Schule, wobei der Wert je nach Schulart schwanke - zwischen 67,6 Prozent bei Hauptschulen und 76,6 Prozent bei Gymnasien. Büchler wies darauf hin, dass der Staat durch private Schulen viel Geld spare. So besuchten allein in Baden-Baden über 1600 Schüler die freien Schulen Pädagogium und Klosterschule vom Heiligen Grab. Würden diese Schüler unter staatlicher Trägerschaft unterrichtet, wäre im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden der Neubau von zwei Schulen notwendig, sagte Büchler. Obwohl weder Hauk noch Arnold konkrete Zusagen machten, sondern lediglich ihren guten Willen betonten, ist Büchler mit der Diskussion in Stuttgart unter dem Motto "100%Schule braucht 80% Förderung" zufrieden: "Ich denke, dass wir unsere beiden Ziele, der Öffentlichkeit und der Politik die Vielfalt des freien Schulwesens zu zeigen und unseren berechtigten Forderungen nachdrücklich Ausdruck zu verleihen, erreicht haben." Ob dem Versprechen der Vertreter von CDU und FDP, nach einer Lösung zu suchen, nun Taten folgen werden, hänge auch davon ab, ob die Parteien nach der Landtagswahl noch in der Regierungsverantwortung stehen werden. Grundsätzlich zeigt sich Büchler aber überzeugt, dass die Politik im Land den Wert freier Schulen erkenne und sich in Zukunft für eine bessere Kostendeckung einsetze.
|
||||||||||||