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Von Beatrix Ottmüller Baden-Baden. "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor" - Faust war nur eines der Themen, an die sich die Schülerinnen und Schüler des Pädagogiums Baden-Baden beim "bunten Abend 2009" heranwagten. Dass Schule auch Spaß machen kann und man sich bei diesem schulübergreifenden Gemeinschaftsprojekt allerlei fachübergreifende Fähigkeiten aneignen kann, die nicht direkt auf dem Lehrplan stehen, stellten sie bei der Premiere im Kurhaus bravourös unter Beweis. "Nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch ich stehe seit Wochen unter Hochspannung und befinde mich im Zustand angenehmer Aufgeregtheit", verrät Schulleiter Michael Büchler, der selbst als Schüler am Pädagogium an zahlreichen bunten Abenden teilnahm. Er schätze vor allem die Nebeneffekte des bunten Abends. "Die Vorbereitungen schweißen zusammen, lehren den Umgang mit Stress und wecken das Gemeinschaftsgefühl", sagte Büchler und betonte, am Ende könne man stolz auf eine schulische Gesamtleistung aller Schulmitglieder blicken. Und dann war es soweit, nach monatelangen Vorbereitungen, Aufregung und Proben. Tradition hat am bunten Abend die Begrüßung der Gäste in allen an der Schule vertretenen Muttersprachen. 28 Nationen beherbergt die Schule 2009. Mit dabei auch Melody Oehlers aus der Klasse 8a, die die Gäste in Tagalog, eine der Sprachen der Philippinen begrüßte. Durch das Programm führten professionell und charmant Christina Rüther und Adrian Sonder, Ann-Christin Schulz und Julian Wörle. Den Anfang bestritten die Kleinsten, die Kinder des Kindergartens des Pädagogiums, die mit bunten, einfallsreichen Kostümen die Zuschauer tänzerisch durch das Jahr führten. Angefangen bei den Schmetterlingen und Häschen im Frühling, über die Fische und die Blumen des Sommers, den Regen, mit "Singing in the Rain" im Herbst, zum Schneefall im Winter. Ein bunter Reigen und eine gelungene Vorstellung, die auf den weiteren Verlauf des Abends einstimmte. Ihr Geschick mit Bällen, Reifen, Tüchern und Diabolos stellte die Jongliergruppe unter Beweis. Schnelle Reifen und coole Stunts präsentierten die "Street Crew" auf ihren Bikes, die das Publikum mit ihren Tricks faszinierten. Die Klassen fünf und sechs entführten das Publikum mit heißen, gespielten und gesungenen Latinorhythmen nach Südamerika. Die Klassen acht bis zehn besangen den "O Happy Day". Die Tanz AG und die Klassen elf und 13 zeigten, dass sie zum Breakdance, Hip-Hop und Streetdance nicht nur die Musik kennen, sondern auch die Bewegungen. Unterbrochen wurde das bunte Geschehen immer wieder von Theateraufführungen. Ein erstklassig gespielter Faust wurde auf Jugendsprache übersetzt vorgetragen, so dass "es jeder verstehen kann". Ephraim Kishon und das Stück "New Neighbours", von der englischen Theater AG in Originalsprache vorgetragen, regte zum Nachdenken über die eigenen Vorurteile an und das Stück "Traumreise nach Griechenland" der Klasse 11a zeigte, wie Mathematik auch Spaß machen kann. Herzhaftes Lachen erntete der Sketch der "Pauker", die aus dem Schulalltag aus Lehrersicht erzählten und sich selbst dabei aufs Korn nahmen. Zum Abschluss sang der 600 Mitglieder starke Schulchor.
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