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Kleines Päda mit vielen Preisen bedacht "Kleines Päda" mit vielen Preisen bedacht
Festakt: Ganztägige Grund- und Internatsschule besteht seit 25 Jahren
Familie Büchler erhält Lob für pädagogischen Weitblick

Badisches Tagblatt vom 30.06.2008

 

Von Conny Hecker-Stock

Baden-Baden - Pädagogischen Weitblick bekam Familie Büchler beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen der ganztägigen Grund- und Internatsschule am Kindheitserinnerungsplatz gleich mehrfach bescheinigt.

"Kleines Päda" wird die Grundschule von Ehemaligen, Lehrern und Eltern liebevoll genannt. Dort, wo im Futterhaus gegessen wird, im Spatzennest die Internatsschüler untergebracht sind und im Eulenhaus der Unterricht stattfindet, verwirklichte Hermann Büchler den Traum des Urgroßvaters. Bereits in den 30er Jahren hatte dieser die Idee, eine private Grundschule auf dem Schlossberg zu errichten. Der Zweite Weltkrieg legte diese Pläne jedoch auf Eis.

Hermann Büchler, der Vater der heutigen Schulträgerfamilie Büchler, gab indes nie auf, seine Erziehungs- und Bildungsziele in einem durchgehenden Bildungsgang zu verwirklichen. Beim familiären Sonntagsspaziergang wurde der einstige Bauernhof entdeckt, der - dem Verfall preisgegeben - am Waldrand des Hungerberges vor sich hin schlummerte. Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Forstamt wurde das Grundstück gekauft, einen sofortigen Baubeginn vereitelte jedoch die Landesgartenschau. Deren Verantwortliche wollten dort ein Energiespar-Musterhaus errichten. Dank Ex-OB Walter Carlein wurde ein Kompromiss gefunden, indem die Fundamente des ehemaligen Bauernhofes erhalten blieben.

Ein Jahr nach der Landesgartenschau war Baubeginn, 1983 wurde das neue Schulhaus eingeweiht. Mittlerweile kamen noch ein zweites Schulgebäude und eine Sporthalle hinzu. Damals bedauerten viele Stimmen in der Bevölkerung diese "armen Kinder", die den ganzen Tag hier verbringen sollten, erinnerte sich Andreas Büchler als Schulträger.

Heute sei dagegen der gesellschaftliche Ruf nach Ganztagsschulen unüberhörbar, das staatliche Schulwesen greife hier eine Idee auf, die von privaten Trägern als innovativer Motor längst vorgelebt werde, so Büchler. Zudem habe die in landschaftlich reizvoller Lage und fernab vom Verkehrslärm erbaute Schule bereits mehrfach Preise und Auszeichnungen erhalten, freute sich der Schulträger. Gleichzeitig prangerte er die Ungleichbehandlung staatlicher Schulen und privater Träger an, da Letztere mit wesentlich weniger Zuwendungen auskommen müssten.

Die CDU-Landtagsabgeordnete Ursula Lazarus sprach von einer Gesamtzahl von nur rund zwei Prozent aller Schüler in Baden-Württemberg, die eine Grundschule in freier Trägerschaft besuchten. Im Stuttgarter Landtag sei gerade mit 4,2 Millionen Euro nachgebessert worden, die zu 90 Prozent den Grund- und Hauptschulen zugute kämen, so Lazarus. Bürgermeister Klaus Michael Rückert bezeichnete das Pädagogium für Baden-Baden als zentralen Schulstandort in der mittelbadischen Region als Bereicherung. Er betonte die unverzichtbare Ergänzung von familiärer und schulischer Erziehung durch das Vorleben gesellschaftlicher Werte. "Private ebenso wie staatliche Schulen leisten Hervorragendes", betonte Rückert.

Für die Vereinigung der Eltern, Freunde und Altschüler bedankte sich Eckhard Hoerner-Marass für die zukunftsorientierte Bildungsarbeit. Schulleiter Ulrich Wloka nannte als Maxime für die Grundschüler, Kind zu bleiben, aber zum richtigen Zeitpunkt gefordert und gefördert zu werden. Mit einem Programm umrahmten die Grundschulkinder den Festakt.

 

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Bilder vom Festakt zum 25 jährigen Bestehen der Grundschule

 

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