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Mucksmäuschenstill waren die 80 Sechstklässler des Pädagogiums, als Günther Bentele aus seinem Jugend-Krimi "Schwarzer Valentinstag" vorlas. Gebannt folgten die Kids dem pensionierten Studiendirektor ins Jahr 1347: der reiche Kaufmannssohn Christoph wird, zusammen mit seinem Vater, verleumdet und verbannt. Nach dem Tod des Vaters gelangt der Junge nach höchst gefährlicher Flucht - ein Verfolger trachtet ihm nach dem Leben - zu einer jüdischen Familie in Straßburg. Obwohl sie damit selbst in höchste Gefahr gerät, nimmt sie den jungen Christen als einen der Ihren auf... "Wie kommen Sie auf Ihre Themen?", will eine Schülerin bei der anschließenden Fragerunde wissen. Bentele schrieb das Buch gegen das Vergessen. Es habe in Deutschland zwei große Judenverfolgungen gegeben, eine im Mittelalter und eine im "Dritten Reich". Der Autor wollte die Verfolgung aus der Sicht der Kinder beschreiben - im "Schwarzen Valentinstag" verwebt er die Verfolgung der Juden mit der eines verleumdeten Christen zu einer sehr spannenden und zugleich humanitären Handlung. Ganz eindringlich tritt der Disput um die Menschlichkeit beim Familienrat der Juden zu Tage, bis der alte Abraham alle Einwände beiseite schiebt: "Wer auch nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt." Lange diskutierte Bentele mit den Sechstklässlern über die hohe Ethik dieser Aussage - ein wichtiger Beitrag auch zum 70. Jahrestag der Pogromnacht in Baden-Baden. Begeistert spendeten die Kinder Beifall und drängten sich nach der Lesung um Günther Bentele, der den Leseratten und Hobby-Autoren weitere Tipps und natürlich auch Autogramme gab. Applaus erhielt auch Petra Reece, Vorstandsmitglied der "Vereinigung der Eltern, Freunde und Altschüler des Pädagogiums Baden-Baden" (VEFA), welche die Lesung komplett finanziert.
» Autorenlesung: Günther Bentele zu Gast im Pädagogium
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