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Von Gisela Brüning und Christine Luttmer Baden-Baden - "Wirtschaft ist ein spannendes Thema. Wer frühzeitig lernt, was sich hinter Begriffen wie Bilanz, Gewinn oder Marketing verbirgt, weiß schneller, worauf es in der Wirtschaft ankommt." Dieser Überlegung folgend startete 1994 das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) das Schulprojekt "Junior", an dem sich Schüler ab der 9. Klasse an allgemein- und berufsbildenden Schulen beteiligen können. Als eine der ersten Schulen in Deutschland war das Pädagogium Baden-Baden unter Leitung von Uwe Geiger mit dabei. Auch in diesem Jahr haben sich neun Jungen und Mädchen eine Geschäftsidee ausgedacht, bei der sie alle Funktionen eines Unternehmens, inklusive der des Vorstandsvorstandsvorsitzenden, selbst besetzen und alle Aufgaben mit Hilfestellung des IW erledigen müssen. Angesichts des Mangels an Ingenieuren und Technikern in Deutschland kamen sie auf die Idee der "Robovent-Junior", um spielerisch das Interesse an diesen Fachgebieten zu wecken. Dahinter steht ein Unternehmen, das Schüler der siebten und achten Klassen zu Wettbewerben einlädt, deren Aufgabe darin besteht, Robotor-Modelle aus Technikbausätzen so zu programmieren, dass sie in direktem Wettkampf gegeneinander auf einem Parcours möglichst viele Punkte sammeln. Nach vier Vorrunden gibt es ein Finale, in dem Preise wie Eintrittskarten in den Europapark winken. Seit Oktober treffen sich die fünf Jungen und vier Mädchen wöchentlich mit ihrem Lehrer zur Betriebsversammlung. Die Aufgabenverteilung war schnell geregelt: Sebastian und Isis engagieren sich im Vorstand. Christine übernimmt die Pressearbeit und Kathrin als Mathe-As die Lohnabrechnung. Felix trägt als Finanzchef Verantwortung, und Linda in den Bereichen Buchhaltung und Protokollführung. Mike und Jan unterstehen Technik und Eventmanagement, und Sebastian ist für das Marketing zuständig. "Robovent-Junior" nimmt eine Sonderstellung unter den Junior-Firmen ein, denn es wird ein soziales Projekt vermarktet. Die Grundfinanzierung durch Aktienverkäufe und Werbepartner konnte erreicht werden. Allerdings sind die Roboter recht teuer, und die Anschaffung zum Stückpreis von 250 Euro stellt ein ziemliches Problem dar. Ein noch größeres Hindernis ist die Motivation geeigneter Teilnehmer für die Wettbewerbstermine, sowie die Festlegung der Austragungsorte. Hier hoffen die Veranstalter, genügend Aufmerksamkeit zu gewinnen, denn schon drängt die Zeit. Im Juli muss die Schlussbilanz stehen und die Firma nach den vorgegebenen Regeln aufgelöst werden. Der Aufruf richtet sich an Teams von drei bis fünf Schülern der siebten und achten Klassen aller Schularten in Baden-Baden, sich für einen der Termine am 6., 7., 27. und 28. Mai nachmittags im Pädagogium unter info@robovent-junior.de zu melden. Sollten mehr Anmeldungen als Plätze eingehen entscheidet das Los. Das große Finale der Vorrundengewinner wird am 4. Juni ausgetragen. Die Wettbewerbe mit den programmierten Robotern versprechen ein tolles Ereignis zu werden, das den Teilnehmern Gelegenheit gibt, ihr technisches Verständnis zu testen. Die Jungen und Mädchen von "Robovent-Junior" aber können ihr junges Unternehmen erfolgreich abschließen und vielleicht sogar im nationalen Vergleich damit punkten.
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