Grundschule Internats- und Ganztagesschulen Staatlich anerkannt Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes |
||||||||||||
Eine gestern enthüllte Gedenktafel in der Schwarzwaldstraße 6 erinnert ab sofort auch in Baden-Baden an den berühmten Arzt und Schriftsteller Alfred Döblin, der in diesem Hause von 1946 bis 1949 mit seiner Frau Erna lebte. Anlässlich des gestrigen 50. Todestages von Alfred Döblin gab die heute in diesem Hause lebende Familie Hans Volz den Anstoß zur Stiftung dieser an den Autor auch des Romans "Berlin Alexanderplatz" erinnernden Gedenktafel. Ebenso freute· sich Volz über das Kommen von Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, auch wenn Alfred Döblin zu Lebzeiten "nie ein Magnet für die Obrigkeit gewesen sei". Ein herzlicher Dank von Hans Volz galt nicht zuletzt der Präsidentin Gabriele Sander von der Internationalen Alfred-Döblin-Gesellschaft, die ihn bei den Planungen der Feierstunde mit Rat und Tat unterstützt hatte, ebenso dem Künstler Joachim Hauns aus Rastatt, der die Gedenktafel schuf. Die Erinnerung an Alfred Döblin sei ein Stück weit auch Beitrag zur Realität Baden-Badens, sagte OB Gerstner über den "frühen Visionär eines geeinten Europas". Und Gabriele Sander zeichnete die Lebensstationen des "Brückenbauers" Alfred Döblin nach, der wie auch Feuchtwanger oder Brecht, nach der nationalsozialistischen Schreckenszeit nach Deutschland zurückgekehrt sei. Sein schon in den USA begonnener Hamlet-Roman sei denn auch 1956 in Ost-Berlin erschienen. Dort habe sich Döblin zudem als Herausgeber des "Goldenen Tors" einen Namen gemacht. Sander erinnerte an die von Döblin während seiner Baden-Badener Zeit geäußerten Vorahnungen hinsichtlich eines zusammenwachsenden Europas. Nach seiner Emigration 1933 nach Paris nahm Döblin 1936 die französische Staatsbürgerschaft an. "Er würde sich, würde man ihn fragen, sicherlich auch als Berliner bezeichnen", sagte Hans Volz in Überleitung zu der Gedenktafel-Enthüllung in Baden-Baden, in der gegenüber Berlin "kleinsten Metropole Deutschlands“. Zu Alfred Döblins Lieblingsstück, nämlich dem bei der Feierstunde durch die "Päda-Sternchen" vom Pädagogium-Schulchor unter Leitung von Petra Föhr-Floreani gesungenen "Freude schöner Götterfunken" von Beethoven enthüllte Döblins Urenkelin Clemence die Gedenktafel für ihren Urgroßvater.
|
||||||||||||