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Es knisterte förmlich vor Spannung bei den Sechstklässlern des Pädagogiums: Günther Bentele, Autor vieler Jugendbücher, las aus seinem Roman "Schwarzer Valentinstag". Mucksmäuschenstill saßen 65 Sechstklässler vor ihm, als Bentele von dem Kaufmannssohn Christoph las, der zusammen mit seinem verleumdeten und ehrlos gewordenen Vater aus der Heimatstadt vertrieben wird. Bei dem Versuch, den inzwischen an den Folgen der Folter Verstorbenen zu rehabilitieren, gerät der Fünfzehnjährige selbst in höchste Lebensgefahr, erfahren sie. Günther Bentele fesselte die Kinder durch seinen Vortrag und stand geduldig Rede und Antwort für alle ihre Fragen. Die Schüler wollten wissen, seit wann er Bücher schreibt oder woran er gerade arbeitet. Sie fragen nach, wie Bentele auf die Namen seiner Figuren kommt Und schließlich gab der Autor noch wertvolle Tipps fürs Aufsatzschreiben: Man müsse sich immer in die Lage der Leser versetzen, nicht das erstbeste Wort benutzen, das einem einfällt, sondern das passende, wirklich treffende suchen. "Ihr habt immer einen Fernseher dabei. Der hat ein bomben Programm. Ihr müsst es nur finden. Wenn ihr aber den echten Fernseher im Wohnzimmer zu oft benutzt, dann macht ihr dem eigenen Konkurrenz und schließlich stellt er die Arbeit ein", erfuhren die Schüler. Schließlich verriet Bentele den Kindern noch: "Menschen, die viele Bücher lesen, haben im Leben eher Erfolg als Nichtleser". Was für einen Spaß Literatur machen kann und wie spannend es ist, Bücher zu lesen, stellte er schließlich unter Beweis. Begeistert spendeten die Kinder Applaus und drängten sich nach der Lesung noch um den Autor, der den Leseratten und künftigen Schreibern weitere Tipps und Autogramme gab. Applaus erhielt auch Petra Reece vom Vorstand der "Vereinigung der Eltern, Freunde und ehemaligen Schüler des Pädagogiums Baden-Baden e.V.", die den Kindern mitteilte, dass der Förderverein die Lesung komplett finanziert habe.
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