Grundschule Internats- und Ganztagesschulen Staatlich anerkannt Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes |
||||||||||||
Der 120. Geburtstag des Pädagogiums wurde zwar bereits im März mit den traditionellen bunten Abenden für die Schulgemeinschaft im Benazetsaal gebührend gefeiert, doch am Samstagvormittag erhielt das Jubeldatum mit einem akademischen Festakt höhere Weihen. Vertreter des Kultusministeriums, der Schulbehörden und der Stadtverwaltung sowie Freunde und Gönner der Privatschule wurden in der Aula Zeuge einer hochkarätigen Veranstaltung, die weit über das hinausging, was üblicherweise bei Jubiläen zu vernehmen ist. "Pädasternchen" und "Päda-Voices" umrahmten die Feier mit flotten Liedern, und Charlotte Reece unterstrich mit virtuosem Geigenspiel das hohe Niveau des Festakts. Andreas Büchler, einer der drei Geschwister, die in vierter Generation das Schulimperium auf dem Baden-Badener Schlossberg führen, warf in seiner Begrüßung einen kritischen Blick auf die aktuelle Schulpolitik: Mit ihren rigiden Vorschriften wirke sie sich oft als Hemmnis von Innovationen aus, die mit individuellen Konzepten eine optimale Schülerförderung anstrebten. Seine Schwester Susanne schlug die 120-jährige Chronik der Schule auf, die auch gleichzeitig die Geschichte der Familie Büchler widerspiegelt. Ihr Bruder Michael stellte die pädagogischen Aspekte in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Die Aufzählung der Möglichkeiten, die den 700 Schülern von Grund- und Realschule sowie Wirtschafts- und Allgemeinbildendem Gymnasium geboten werden, zeigte eine große Vielfalt. Junge Menschen mit Bildungs-, Handlungs- und Sozialkompetenzen für das Leben auszustatten, ist unter dem Motto "Miteinander lehren, lernen, leben" das erklärte Ziel der Schule. Dass die Philosophie des Pädagogiums Anklang findet, bewiesen die Grußworte der Vertreter von Kirchengemeinde, Verwaltung und Gemeinderat, des Vorsitzenden der Elternvereinigung und der Mitarbeitervertretung sowie des Schulpräsidenten vom Regierungspräsidium Karlsruhe: Werner Schnatterbeck zog als besonderes Geschenk die Genehmigung zur Eröffnung eines Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums für die elfte bis 13. Klasse aus der Tasche, womit das Bildungsspektrum der Schule ab dem kommenden Schuljahr eine weitere Komponente erhält. Unter 42 000 Schulen in Deutschland gebe es nur 5 000, die das Prädikat "gut" verdienten. Die Hälfte von diesen seien Privatschulen, eröffnete Peter Struck, Erziehungswissenschaftler an der Universität Hamburg, seinen ausführlichen und spannenden Vortrag zum Thema "Die 15 Gebote des Lernens". Das Pädagogium sei eine der guten Schulen, es betreibe in einer seit sieben Jahren laufenden freiwilligen Evaluation mit großem Engagement ein effizientes Qualitätsmanagement, wie es in Zukunft auch von den staatlichen Schulen gefordert werde. Die PISA-Studie und ähnliche Rankings unter die Lupe nehmend, entschlüsselte Struck eindrucksvoll die Mängel des deutschen Schulsystems, das für Generationen als das beste der Welt galt. Das heutige mäßige Abschneiden im internationalen Vergleich beruhe unter anderem auf überholten Bildungsmustern, veralteten Verhaltensnormen, Missachtung biorhythmischer und psychosozialer Fakten, Unkenntnis hirnphysiologischer Abläufe, bürokratischer Überregulierung und emotionaler Kälte. Auf diesen Erkenntnissen aufbauend, lägen die Forderungen für ein effektives und lustbetontes Lernen auf der Hand - sofern der Handlungsbedarf von den Verantwortlichen erkannt werde.
Lesen Sie dazu auch:
|
||||||||||||