Grundschule Internats- und Ganztagesschulen Staatlich anerkannt Seit über 100 Jahren die bewährte Schule für die Zukunft Ihres Kindes |
||||||||||||
Hoch auf dem Schlossberg wird die Altstadt von Gebäuden geprägt, die alle zu einer einzigen Schule gehören: Das Pädagogium ist hier an vielen Stellen zu Hause und bietet Schülern und Lehrern mit dem Panoramablick weit über die Stadt einen einzigartigen Campus mit unvergleichlichem Charme. Am Wochenende feiert die Privatschule, die ihr verstreutes Domizil einem Zufall verdankt, ihr 120-jähriges Bestehen. "Unsere Schule hat ihre Wurzeln in Rastatt", schildert Andreas Büchler die Anfänge des Pädagogiums, die heute von seinem Bruder Michael, seiner Schwester Susanne und ihm geleitet wird. Als Naturwissenschaftler, der viele Jahre in den USA und in England zugebracht hatte, hatte Professor Hermann Büchler vor 120 Jahren erkannt, dass die voranschreitende Industrialisierung neue Herausforderungen an die schulischen Bildungsinhalte stellen werde. Es war absehbar, dass Personal gebraucht wird, das über eine fundierte naturwissenschaftliche Basis und Kenntnisse in modernen Fremdsprachen verfügt. Diese waren die Motive, die dafür sorgten, dass Hermann Büchler im Alter von 56 Jahren einen Neuanfang wagte und eine Oberrealschule gründete, wie diese Fachrichtung hieß, bevor sie zu naturwissenschaftlichen Gymnasien wurden. Wie damals in England und den USA bereits üblich, wurde das Pädagogium von Anfang an als Ganztagsschule ausgelegt. Das blieb sie auch, nachdem Sohn Otto eine reiche Kaufmannstochter ehelichte. Mit dem Geld, das sie einbrachte, erhielt das "Päda" die finanzielle Grundlage für seinen Ausbau. Als das Victoria- Mädchen-Pensionat, in dem europäische Hofdamen erzogen wurden, nach dem Ersten Weltkrieg überflüssig wurde, standen die Räumlichkeiten, bestehend aus der Burg, dem Haupthaus und dem "Schlossblick", zum Verkauf. Seit 1922 beherbergen sie das Pädagogium, in dem nicht nur Kinder und Jugendliche aus ganz Deutschland unterrichtet werden, sondern auch die jeweils eigenen Kinder de Familien Büchler. Und das war nicht immer ganz leicht, erinnert sich Andreas Büchler noch sehr gut an die eigene Schulzeit. Einerseits wollte er bei den Klassenkameraden anerkannt sein und das Image des "Lehrerkindes" ein Stück weit abstreifen, zugleich musste er aber auch den Regeln folgen, die für alle galten. Und das kann nicht ganz schlecht gewesen sein, denn immerhin sind seine beiden Geschwister und er aus freien Stücken in die Fußstapfen ihrer Vorfahren getreten. Diese haben durchaus tiefe Spuren hinterlassen. Otto Büchler, der Soldat im Ersten Weltkrieg war, wollte sich mit dem Dritten Reich nicht so recht einverstanden erklären, fand einen Schulabschluss wichtiger als Frontdienst, was ihm letztlich die Internierung bescherte. Doch all das hat das Pädagogium überstanden und auch die Übernahme durch die Franzosen hinter sich gebracht. Im Jahr 1949 wurde mit damals sieben Schülern ein Neuanfang geschafft, der zu immer neuen Erweiterungen führte. Eine Realschule folgte, später das Wirtschaftsgymnasium, vor allem aber eine Grundschule, die Klaus Büchler, der in dritter Generation das Heft in der Hand hielt, lange schon am Herzen lag. Da passte der Kindergarten "Haus des kleinen Kurgastes" ganz gut ins Konzept, den die Büchlers von der Stadt übernommen hatten. Aber auch heute ist keineswegs Stillstand angesagt. Im Herbst soll mit dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium, in dem Pädagogik und Psychologie zu den Hauptfächern zählen, ein neuer Zweig hinzugekommen. Aber am morgigen Samstag steht erst einmal die Jubiläumsfeier im Kurhaus auf dem Programm.
Lesen Sie dazu auch:
|
||||||||||||