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Schülerträume werden belohnt Schülerträume werden belohnt
Wettbewerb zur Gestaltung des Schulumfelds / Erkenntnis: Situation des Alltags beeinflusst Wünsche
Badisches Tagblatt vom 27.04.2006

"Träume Schulräume" lautete der kreative Schülerwettbewerb, der an vielen Baden-Badener Schulen Jungen und Mädchen motivierte, das schulische Umfeld ihrer Träume zu gestalten. Die Jury, die nach einem schwierigen Entscheidungsprozess unter rund hundert Arbeiten die Auswahl zu treffen hatte, verkündete im Palais Hamilton die vier Preisträger-Schulen.

Wie Frank Fürle, der Leiter des Amtes für Familie, Soziales und Jugend der Stadt Baden-Baden erklärte, übernahm die Suchtbeauftragte Karin Marek-Koßmann die Leitung des Projekts. Dieses ist Teil der Kampagne "Gut drauf", mit der die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung das Ziel verfolgt, Kindern und Jugendlichen unter den Aspekten "Ernährung, Bewegung, Entspannung" den Sinn für eine gesunde, aktive Lebensführung zu schärfen.

Die Stiftung Kultur und Jugend der Stadtsparkasse und der Jugendfonds der Bürgerstiftung steuerten jeweils 1000 Euro Preisgeld bei, und auch das Amt für Familie, Jugend und Soziales knappste seinem Budget 600 Euro ab.

Bei ihrer Besichtigungstour durch die Schulen gewannen die Juroren die Erkenntnis, dass nicht nur die Altersstufe die "Schulträume" der Jugendlichen beeinflusste, sondern auch weitgehend die konkrete Situation ihres Schulalltags oder ihrer Lebensverhältnisse.

Vier Schulen wurden mit einem Preisgeld von 650 Euro bedacht, das als Grundstein gedacht ist, wenigstens einen Teil der Träume zu verwirklichen. Brigitte Nowatzke-Kraft, die neben Reiner Stolz das Projekt künstlerisch begleitete, stellte als ersten Preisträger die Theodor-Heuss-Schule vor, die mit einfachen Mitteln ihr Konzept realisierte. Die individuelle Gestaltung der Räume durch ansprechende Farben und kleine Details lasse die Schüler ihr Klassenzimmer als ihr Zuhause empfinden, mit dem sie pfleglich umgingen. Die Jury sei von dem Konzept, das weit über die Projektarbeit hinausging, besonders angesprochen worden.

Matthias Weis von der Stiftung Kultur und Jugend stellte bei den Arbeiten der Robert-Schuman-Schule eine konkrete Bedarfssituation fest. Hier wurden mit liebevoll geformten Kleinplastiken ein Textilwerkraum und eine Cafeteria gestaltet, die auf die derzeit noch beengte Raumsituation hinwiesen.

Am Richard-Wagner-Gymnasium machten sich die Schüler Gedanken, wie sie ihre Träume während der aktuellen Umbauphase realisieren könnten. Zum einen richteten sie den Fokus auf das große Freigelände, das mit entsprechender "Möblierung" genutzt werden sollte, um Ruhezonen und Rückzugsplätze zu schaffen, zum anderen entwarfen sie lichtdurchflutete Architekturmodelle, die unter ästhetischen und ökologischen Aspekten den Lehrenden und Lernenden eine "Wohlfühlatmosphäre" schenken sollten.

Für die Schüler des Pädagogiums, deren Schule Reinhold Hiss von der Bürgerstiftung bereits als realisierten Traum empfunden hatte, nahm die Vision futuristische Züge an. Pfahlbauten in der Karibik, Cyberspace und komfortables Ökogebilde entsprangen der Phantasie der Nachwuchsarchitekten. Und wenn auch im Begleittext vom "elementaren Wunsch eines jeden Schülers nach Wissen" zu lesen war, - eine Sauna, ein Whirl- und ein Swimmingpool sollten schon sein, um die grauen Zellen anzuregen.

Unter allgemeinem Beifall der Schüler nahmen Werner Schlindwein für die Theodor-Heuss-Schule, Dorothea Matt für die Robert-Schuman-Schule, Reiner Krempel für das Richard-Wagner-Gymnasium und Michael Büchler für das Pädagogium jeweils einen Scheck über 650 Euro in Empfang.

 

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