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Baden-Baden - "Vielfalt entdecken - Partnerschaft erleben" hieß das Motto des "Europäischen Schülerwettbewerbs", der zum 53. Male stattfand. "Es sei wichtig", meinte der Vorsitzende der Europa-Union, Kreisverband Baden-Baden/Rastatt, Werner Henn, bei der Preisverleihung im Lichtentaler Löwensaal, "dass wir uns mit Europa immer wieder beschäftigen und es in seiner Vielfalt neu zu entdecken". Auch Bürgermeister Liebenstein wies darauf hin, dass Europa nicht nur durch die Fußball-Weltmeisterschaft ganz nahe gerückt sei. Auch Brieffreundschaften und Ferien-Begegnungen ermöglichen einen interessanten Einblick in die europäische Völkergemeinschaft. Am "Europäischen Schülerwettbewerb 2006" hatten zehn Baden-Badener Schulen teilgenommen: die Grundschule des Pädagogiums, die Vincentischule, die Grundschule Lichtental, die Realschule, die Klosterschule vom Heiligen Grab, das Richard-Wagner-Gymnasium, Gewerbeschule, Pädagogium und die Robert-Schuman-Schule. Die Schüler hatten die Aufgabe, im Kunst- und Literaturunterricht unter der Anleitung ihrer Lehrer Europa in Wort und Bild zu gestalten. Wie die nachfolgende Ausstellungseröffnung in der Baden-Badener Stadtsparkasse bewies, fiel das Ergebnis bunt und farbenfreudig aus. Die schriftlichen Beiträge, die um Brieffreundschaft und Diskussionsbeiträge zum möglichen Eintritt der Türkei in die Europäische Union kreisten, waren leider nicht zu bewundern. Bei den Bildern aber reichte die thematische Aufarbeitung von Flamencotänzern bis zu sibirischen Hundeschlitten. Eine üppige Auswahl an exotischen Früchten und Gewürzen wurde in immer neuen Variationen dargestellt. Muntere Fantasietiere, die die Ausstellungswände in großer Zahl bevölkerten, zeigten Erinnerungswelten aus Büchern und Filmen, die mit Europa in Verbindung gebracht wurden. Aber zurück zur Preisverleihung im Löwensaal. Es wurden 87 Preisträger geehrt. Darunter waren 51 Ortspreise, 32 Landespreise und vier Bundespreise. 59 entschieden sich für die bildende Kunst und 28 für die Literatur. Der jüngste Preisträger kam aus der ersten Klasse der Grundschule des Pädagogiums. Es war Dominic Joyeux. Er hatte ein sehr schönes Bild in warmen Farben gemalt. Die Altersgrenze nach oben war mit 21 angegeben. Karin Lindemann aus der Gewerbeschule Klasse 13 erhielt in der Kategorie "Bundespreise" eine viertägige Reise nach Berlin für ihre Arbeit. Die Preisverleihung wirkte wie ein großes Fest, das die RWG-Schulband "Too stupid for singing" schwungvoll eingeleitet hatte. Es versteht sich von selbst, dass die meist sehr jungen Preisträger stolz auf ihre Auszeichnung waren. Die Preise in Buchform oder in Buch-Gutscheinen hielten sie begeistert in die Höhe. Für die Großen gab es auch Eintrittskarten für die TIK-Studiobühne im Theater Baden-Baden. Auch die "Animateure", die Kunst- und Deutschlehrer, wurden mit kleinen Geschenken geehrt. Die sehenswerte farbenfrohe Ausstellung zeigt, dass Europa für uns etwas ganz Selbstverständliches geworden ist. Der Vorstand der Stadtsparkasse, der durch Martin Sennet an diesem Nachmittag vertreten war, bedankte sich bei allen Mitwirkenden. Besonders auch bei den Lehrern und dem städtischen Schul-, Kultur- und Sportamt, das die Organisation übernahm. Diese Ausstellung in der Stadtsparkasse ist sehr sehenswert. Es ist eine lebendige Ergänzung zu den Spielen der gegenwärtigen Fußballweltmeisterschaft in Deutschland.
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