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Ausblick auf Kurstadt lässt Baukosten vergessen Mit einem Handwerkerfest würdigten die Leiter des Pädagogiums Andreas, Michael und Susanne Büchler den Fortschritt des Baus der neuen Räumlichkeiten In der Stiftsgasse. Neben einem Büro für den Realschulleiter Thomas Raible entstehen dort drei Klassenzimmer mit 55 Quadratmetern und eines mit 70 Quadratmetern.
Wie auch in den anderen Baden-Badener Gymnasien herrscht am Pädagogium Klassenzimmermangel, weshalb die Schulleiter vergangenes Schuljahr nicht alle Schüler, die das wollten, aufnehmen konnten. Bereits im Jahr 1986 lagen erste Pläne für den Anbau vor, die sich laut Michael Büchler nicht viel von den heutigen unterscheiden. Zahlreiche Gespräche mit der Stiftskirchengemeinde seien geführt worden, um das Vorhaben in die Wirklichkeit umsetzen zu können. Mit einem Gebäudetausch wurde der Vertrag besiegelt. Das Pädagogium stellte die Stiftskirchenstraße 10 der Gemeinde zur Verfügung, diese wiederum gab einen Teil des Kirchengartens ab. Ostern vergangenen Jahres war es soweit: Der Bau begann. Auflagen vom Denkmalamt und vom Quellschutz mussten erfüllt werden sowie Garten- und Baugrunduntersuchungen. Auch Probebohrungen wurden durchgeführt. Der Architekt Hubert Falk bezeichnete die Baustelle zwar nicht als "die größte, aber eine der interessantesten in den letzten Jahren". Dazu habe vor allem die Lage im Quellschutzgebiet und der Altstadt sowie die Felslage beigetragen. Das Gebäude, das nun am Hang thront, steht vorne auf so genannten Brunnenfundamenten, die sechs Meter in die Erde eingelassen sind. Diese waren nötig, um überhaupt auf Fels zu treffen. Auf der Hinterseite hingegen musste der Fels abgespitzt werden. "Das Haus steht nun sozusagen auf Pfählen", erläuterte Falk. Hinzu kam, dass man während der Arbeiten stets Aushube machen und anderswo aufschütten musste, damit nichts abrutscht. "Dies war ein schwieriges Unterfangen", so der Architekt. Vor allem auch, um der Sicherheit der Schüler gerecht zu werden. Die Lage am Schlossberg sei für Baustellenfahrzeuge mit einer schwierigen Anfahrt verbunden. Die Bauarbeiten wurden alle von heimischen Firmen übernommen, betont Michael Büchler. In den fertigen Räumen sollen die größeren Klassen der Unter- und Mittelstufe unterrichtet und die Dachterrasse als, weiterer Pausenraum genutzt werden. "Die Klassenzimmer sind von besonderer Qualität", erläutert Michael Büchler, "sie liegen zentral und sind gut erreichbar". Dies erleichtere auch manchem Lehrer den Sprint von einem Klassenzimmer zum anderen in der Fünfminutenpause. "Auch wenn die Bebauung einer grünen Wiese günstiger ist und es nun im Geldbeutel schmerzt, vergisst man dies bei diesem Ausblick", erwähnte Architekt Falk in Anbetracht des Blicks auf die Kurstadt und fügte hinzu: "Das Herz des Pädas ist hier." Pfarrer Thomas M. Maier weihte anschließend die Räume ein.
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