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"Miaum, nicht Miau." Die 70 Kinder vor Mechthild Jacobs und Petra Föhr-Floréani wissen Bescheid. Sie haben schon nach Sternen gegriffen, gesummt und viele "Ja" in die Aula des Pädagogiums geschleudert. Großes steht bevor: Am 15. Dezember wollen die Zehn- bis 13-Jährigen im Festspielhaus überzeugen. Knapp die Hälfte des Chors geht aufs Pädagogium, die anderen besuchen die Klosterschule vom Hl. Grab. Gemeinsam bilden sie "Joy of Singing" und singen bei" Swinging Christmas" sowohl einzeln als auch zusammen mit dem Konzertchor Darmstadt, dem Jazz- und Popchor Expression '88, dem Vocal Ensemble Le Courage und dem Byzantinischen Chor der Nationaluniversität in Bukarest, Psalmodia. Allein diese Mischung aus klassischem Konzert-, Kinder-, Gospel- und Pop-Ensemble zeigt die Richtung: Wolfgang Diefenbach hat für den weihnachtlichen Abend ein großformatiges Crossover-Programm zusammen gestellt. Musik von Leonard Bernstein, Duke Ellington, Irving Berlin und anderen steht auf dem Programm, für das mit Dee Daniels aus Vancouver eine hoch gelobte Jazz-Sängerin gewonnen wurde. Die Instrumentalmusik kommt von der European Philharmonica - besser bekannt als Baden-Baden Philharmonie, allerdings um etwa 20 Spezialisten erweitert - und dem Landes-Jugend-Jazz-Orchester Hessen. Damit ist auch umrissen, wo die Initiatoren des ungewöhnlichen Konzertereignisses zu finden sind. Die Baden-Badener Philharmonie arbeitet laut Konzertmanager Arndt Joosten seit etwa drei Jahren mit Diefenbach zusammen, der ebenso die Jugend-Big-Band wie die deutschen Gesangsensembles leitet. Vor zwei Jahren gab es bereits ein ähnliches Programm in der Alten Oper in Frankfurt, ebenfalls mit Dee Daniels, und auch die rund 300 Akteure, die jetzt für "Swinging Christmas" proben, werden in Frankfurt auf der Bühne stehen, am 17. Dezember in der Jahrhunderthalle. Für die Jüngsten bei der Produktion gilt das nicht. Sie werden ihr afrikanisches Weihnachtslied und ein Lied aus dem Film "Kevin allein zu Haus" nur im Festspielhaus singen. Das heißt aber nicht, dass die Proben, die jetzt wöchentlich auf dem Stundenplan stehen, vorbei sind, wenn das Halleluja aus Händels Messias verklungen ist, das alle gemeinsam singen bei der Aufführung. Joosten sieht "Joy of Singing" als Versuch, der zu mehr führen soll. Der Orchestermanager sähe gerne einen Kinderchor in Baden-Baden, der regelmäßig seine Proben mit "Miaum" eröffnet.
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