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Baden-Baden (hn) - Die Kurstadt lässt sich nun auch spielerisch entdecken. Zwölf Schüler der elften Klasse des Wirtschaftsgymnasiums des Pädagogiums entwickelten mit ihrer Juniorfirma Cre-Art ein Memory-Spiel mit Motiven aus Baden-Baden. Auch Aufgaben wie Marketing, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung lagen in ihren Händen. Als Hommage an die Stadt haben die Schüler gemeinsam mit Unternehmen aus Baden-Baden das Spiel konzipiert. Erst dadurch habe sich das Projekt finanzieren lassen, teilt die Schule mit. Schließlich galt es, 9 000 Euro zu beschaffen. Das Memory-Spiel ist mit einer Auflage von 570 Stück erschienen. Weitere Exemplare werden nicht mehr gedruckt, da sich die Juniorfirma noch vor den Sommerferien auflösen musste - eine Regel, die von dem Projekt "Junior" des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IWD) aufgestellt wurde. Dieses Projekt übernimmt die Koordination aller Schülerteams. An dem Wettbewerb nahm das Pädagogium bereits zum dritten Mal teil. Der Schulleiter des Wirtschaftsgymnasiums, Andreas Büchler, erklärt, dass durch das Projekt soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Rhetorik gel übt werden könnten. Zudem könnten die Schüler kaufmännische Theorie hier in Praxis umsetzen. Schließlich reichten die Aufgaben von der Gründung eines Vorstands über die Buchhaltung bis zu Produktionsplanung und Verkauf. Allerdings wurde nicht jeder zu dem Projekt zugelassen, so der Schulleiter. Vor dem Start im September vergangenen Jahres wurden im Rahmen eines dreitägigen Unternehmensplanspiels Wissen und Fähigkeiten von 24 Schülern getestet. Ein "Persönlichkeitsprofiltest" ergänzte das Auswahlverfahren. Nur Schüler, die sich freiwillig zu dem Projekt gemeldet und die erforderlichen Fähigkeiten mitgebracht hatten, arbeiteten letztlich bei Cre-Art mit. Das Projekt ist Teil von WG+, einem Zusatzangebot der Schule. Hier können Jugendliche an englischsprachigen Betriebsführungen teilnehmen oder während eines achtwöchigen Kanada-Aufenthalt einen Sprachkurs belegen und ein Praktikum absolvieren. "Die Idee zu Memory-Baden-Baden lag nahe, da die Stadt genügend attraktive Motive bietet", begründet die Schule die Entscheidung für das Gedächtnisspiel. Natürlich sind auf den Karten Theater, Lichtentaler Allee, Casino und Trinkhalle zu sehen. Aber auch "architektonisch besondere Gebäude" von Firmen habe man auf den Karten verewigt, so Büchler. Beim Memory spielen könnten sich Generationen näher kommen und über die Entwicklung der Stadt diskutieren. Aber auch für Geschäftspartner der abgebildeten Firmen sei es ein ideales Präsent. Das Spiel wird für 19,90 Euro in allen Geschäftsstellen unserer Zeitung, in der Caracalla-Therme und vom Kaufhaus Wagener verkauft.
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