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Baden-Baden - "Schulsanitäter sichern den Schlossberg", was auf den ersten Blick etwas theatralisch klingt, macht bei näherem Hinsehen durchaus Sinn. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Carsten Bangert, der neben seiner Lehrtätigkeit am Pädagogium als Rettungssanitäter und Sanitätsausbilder beim DRK tätig ist. Am Schlossberg pulsiert das leben, und wo Leben ist, da kann auch Blut fließen. Mit dieser Formel und seiner Erfahrung aus dem Aufbau eines solchen Schulsanitätsdienstes während seiner Referendarzeit überzeugte Bangert Schulleiter Andreas Büchler. Der sich ebenso beeindruckt von dem Eifer der 13 Jugendlichen zeigte, die ein freies Wochenende für ihre ehrenamtliche Ausbildung zu Rettungssanitätern geopfert hatten und jetzt noch ihre Prüfungen ablegen müssen. "Vorn wegen null Bock auf gar nix" lobte er die Teilnehmer, in deren schriftlich formulierten Bewerbungen für diesen Job teils berührende Hintergründe anklangen. Vom späteren Berufsinteresse über den bisher schon erfolgten Einsatz bei der Feuerwehr bis hin zum Wunsch nach mehr Wissen reichten die Aussagen. In Zusammenarbeit mit DRK-Kreisgeschäftsführerin Karin Ihli und Jutta Fink erhielten die Jungen und Mädchen eine fundierte Ausbildung in Erster Hilfe. Um ihre Sicherheit weiter zu stärken, konzipierte Carsten Bangert ein richtiges kleines Unternehmen aus dem Projekt. Die jetzt ausgebildeten Jugendlichen fungieren als Zellkern mit eingeteilten Praxis- und Theorieexperten, Mitarbeitern der Verwaltung, Schatzmeister und Öffentlichkeitsarbeit. In den kommenden Jahren werden sie selbst als Ausbilder eingesetzt, um einen reibungslosen Übergang zwischen Neuzugängen und Schulabgängern zu gewährleisten. Von der Schulleitung wurde in Zubehör wie Rettungswesten, Erste-Hilfe-Koffer und Funkgeräte investiert. Alle Absolventen des Kurses nahmen aus den Händen von Jutta Fink ihre Dienstausweise entgegen. Und die Lehrer wurden auch informiert, dass die Schüler beim Piepsen ihres Funkgerätes keinen Unsinn im Kopf haben, sondern zum Einsatz beordert werden.
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