|
Das kleine Gespenst ist glücklich
Es lebte einmal in einer Burgruine ein kleines Gespenst. Dieses Gespenst hieß Kaspar. Kaspar hatte einen Freund mit dem Namen "Uhuschuhu". Jeden Abend ging Kaspar zu ihm und sie erzählten sich von ihrem Tag. Immer wenn sie mit Erzählen fertig waren, ging Kaspar zurück in seine Burgruine. Dort lag eine zum Glück noch ganz gebliebene Kiste, in die er sich rein legte und gut einschlief. Eines Abends als sie gerade geredet hatten, sagte das Gespenst: "Oh Uhuschuhu, ich würde so gerne einmal an das Tageslicht. Was lässt sich denn da machen?" Der alte Uhu überlegte eine Weile und dann sagte er: "Du musst die Kirchturmglocken auf ein Uhr stellen, was ein bisschen schwer sein könnte." Nachdem er das gesagt hatte, verabschiedeten sie sich und jeder ging nach Hause. Aber das kleine Gespenst ging doch nicht nach Hause. Es stellte nämlich die Kirchturmglocken auf ein Uhr und ging dann erst schlafen.
Morgens gegen ein Uhr weckte die Sonne Kaspar auf. Er sagte: "Hilfe, was ist denn das? So hell war der Mond noch nie." Aber da fiel ihm ein, dass es ja Morgen war. Schnell ging er raus. Kaspar fand die Sonne wunderschön. Er flog durch die Stadt, durch die Dörfer und anschließend ging er noch zum Rathaus. Zufällig hatte eine Schulklasse das Rathaus besucht. Kaspar saß in einem Busch und ließ es sich gut gehen. Auf einmal wurde es Kaspar ganz unheimlich als würde er in einer dicken Decke stecken. Dann schaute er sich an und sprach zu sich:" Ich bin ja schwarz, nicht mehr weiß." Aber da hörte Kaspar schon die Schulklasse und musste sich in Acht nehmen. Schnell flog er weg. Alle hatten Angst vor ihm. Kaspar war sehr unglücklich. Früher als er noch ein Nachtgespenst war, hatte keiner vor ihm Angst. Kaspar wusste nicht, was er tun sollte.
Eines Abends ging er wieder zum Uhuschuhu und erzählte ihm alle seine Abenteuer. Aber Kaspar fragte ihn wie er wieder ein Nachtgespenst werden könnte. Uhuschuhu überlegte und sagte: "Ich glaube... Ach nein, es stimmt ja eh nicht. Ich überlege es mir und dann sage ich es dir." Am nächsten Morgen war er noch trauriger. Kaspar war den ganzen Tag in seiner Kiste gesessen. Am Abend kam Kaspar zum Uhuschuhu und fragte ihn:" Weißt du jetzt wie ich wieder ein Nachtgespenst werden kann?" Uhuschuhu sagte: "Du musst die Uhr wieder auf zwölf stellen. Dann wachst du wieder in der Nacht auf." Kaspar antwortete: "Super, danke!", und tat das, was der alte Uhu gesagt hatte.
Nun wachte er wieder in der Nacht auf und war wieder ein Nachtgespenst. Eines Nachts legte er sich auf eine Mauer und eine von den Mondstrahlen machte Kaspar wieder weiß. Und von da an war er immer glücklich als Nachtgespenst.
Antonia Gehlen, Klasse 3b
|